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Gebäudereinigung· 29. September 2026 · 9 Min.

Praxisreinigung in Dortmund: Hygiene, Ablauf und Kosten

Was eine Praxisreinigung in Dortmund umfasst, welche Hygieneanforderungen für Arzt-, Zahnarzt- und Therapiepraxen gelten, wie oft gereinigt werden sollte und worauf Sie beim Anbieter achten.

Reinigungskraft desinfiziert Türgriffe und Kontaktflächen in einer Arztpraxis in Dortmund

Eine Praxisreinigung ist mehr als die übliche Gebäudereinigung: Sie muss hygienischen Anforderungen genügen, den Praxisbetrieb nicht stören und nachvollziehbar dokumentiert sein. Dieser Beitrag erklärt, was zur Praxisreinigung gehört, welche Vorgaben für Arzt-, Zahnarzt- und Therapiepraxen gelten und worauf Sie bei der Auswahl eines Anbieters in Dortmund achten sollten.

Was gehört zu einer Praxisreinigung?

Praxisreinigung umfasst die regelmäßige Reinigung aller Bereiche einer medizinischen oder therapeutischen Einrichtung — von den Behandlungsräumen über den Empfang bis zu den Sanitäranlagen. Sie unterscheidet sich von einer Büroreinigung vor allem durch die Sorgfalt, die klare Trennung von Bereichen und die nachvollziehbare Dokumentation.

  • ✓ Reinigung von Behandlungs-, Untersuchungs- und Therapieräumen
  • ✓ Desinfizierende Reinigung häufig berührter Kontaktflächen wie Türgriffe, Lichtschalter und Liegen
  • ✓ Reinigung von Sanitärräumen inklusive Auffüllen von Seife, Papier und Desinfektionsmitteln
  • ✓ Empfang, Wartebereich und Flure
  • ✓ Böden je nach Belag saugen, wischen oder maschinell reinigen
  • ✓ Abfallentsorgung nach den Vorgaben der Einrichtung

Warum für Praxen strengere Regeln gelten

In medizinischen Einrichtungen treffen viele Menschen aufeinander, die besonders schutzbedürftig sein können. Deshalb gelten für Hygiene und Reinigung höhere Anforderungen als in normalen Büros. Einrichtungen, bei denen die Möglichkeit besteht, dass durch Tätigkeiten am Menschen Krankheitserreger übertragen werden, können durch das Gesundheitsamt infektionshygienisch überwacht werden. Die rechtliche Grundlage ist § 36 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG).

Die gesetzliche Grundlage finden Sie in § 36 IfSG — Infektionsschutz bei bestimmten Einrichtungen ↗

Konkret heißt das: Die Praxis legt in einem Hygieneplan fest, wie gereinigt und desinfiziert wird. Ein Reinigungsdienstleister muss sich an diesen Plan halten und seine Leistungen so erbringen, dass sie nachvollziehbar sind. Wie Flächen gereinigt und bei Bedarf desinfiziert werden, beschreibt die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut in einer eigenen Empfehlung.

Die fachlichen Anforderungen veröffentlicht das RKI/KRINKO: Hygiene bei Reinigung und Desinfektion von Flächen ↗

Reinigen oder desinfizieren — wann was nötig ist

In der Praxis wird nicht jede Fläche desinfiziert. Entscheidend ist, wie wahrscheinlich eine Übertragung von Krankheitserregern über die jeweilige Fläche ist. Die KRINKO unterscheidet zwischen der normalen Reinigung und der desinfizierenden Flächenreinigung bei konkreter Indikation.

Reinigung als Standard

Böden, Fensterbänke, Regale und ähnliche Flächen werden in der Regel gereinigt. Die Reinigung entfernt einen Großteil der Keime mechanisch und ist für diese Bereiche ausreichend.

Desinfizierende Flächenreinigung bei konkreter Indikation

Flächen mit häufigem Hautkontakt und Bereiche mit erhöhtem Infektionsrisiko werden zusätzlich desinfiziert — etwa Behandlungsflächen, Armaturen oder Kontaktflächen in Patientennähe. Welche Mittel und Verfahren eingesetzt werden, gibt der Hygieneplan der Praxis vor.

So läuft eine Praxisreinigung ab

  • ✓ Begehung: Räume, Flächen, Zugangswege und gewünschte Intervalle werden aufgenommen
  • ✓ Hygieneplan abstimmen: Reinigungs- und Desinfektionsschritte werden gemeinsam festgelegt
  • ✓ Fester Reinigungsplan: Wer reinigt wann welchen Bereich und mit welchem Mittel
  • ✓ Ausführung außerhalb der Sprechzeiten, damit der Betrieb nicht gestört wird
  • ✓ Dokumentation: Einsätze und Auffälligkeiten werden nachvollziehbar festgehalten

Behandlungsräume und Kontaktflächen

In Behandlungs- und Untersuchungsräumen kommt es auf Sorgfalt an: Böden, Flächen, Liegen, Armaturen und häufig berührte Stellen werden nach dem vereinbarten Plan behandelt. Wichtig ist, dass Reinigung und Desinfektion dort ansetzen, wo die Praxis sie vorgibt — nicht pauschal überall.

Sanitär-, Warte- und Empfangsbereiche

Sanitäranlagen werden intensiv gereinigt und mit Verbrauchsmaterial bestückt. Im Warte- und Empfangsbereich liegt der Schwerpunkt auf Kontaktflächen wie Türklinken, Treppenhandläufen, Sitzflächen und Theken. Gerade hier zeigt sich, ob ein Anbieter das Hygienekonzept versteht oder nur Flächen wischt.

Wie oft sollte eine Praxis gereinigt werden?

Wie häufig gereinigt wird, hängt von der Nutzung ab. Praxen mit vielen Patientenkontakten benötigen in der Regel eine tägliche oder mehrmals wöchentliche Unterhaltsreinigung, während selten genutzte Nebenräume seltener gereinigt werden. Öffnungszeiten, Fachrichtung und Anzahl der Behandlungen bestimmen den sinnvollen Turnus — nicht eine pauschale Faustregel.

Grundsätzliches zum richtigen Turnus: Unterhaltsreinigung: Wie oft ist sie sinnvoll?

Hygieneplan und Dokumentation

Ein gutes Zeichen ist, wenn der Dienstleister den Hygieneplan der Praxis kennt und seine Einsätze dokumentiert. Die Dokumentation zeigt im Streitfall oder bei einer Überprüfung durch das Gesundheitsamt, dass die vereinbarten Schritte tatsächlich erfolgt sind. Fragen Sie deshalb bereits im Angebot, wie Einsätze festgehalten werden.

Was kostet eine Praxisreinigung in Dortmund?

Einen seriösen Festpreis gibt es nur nach einer Begehung. Der Aufwand hängt von der Fläche, der Zahl der Behandlungsräume, dem gewünschten Turnus, den geforderten Desinfektionsleistungen und den Zugangszeiten ab. Eine pauschale Zahl am Telefon ist meist ungenau.

Bei angemieteten Praxisräumen zählt die Gebäudereinigung zu den Betriebskosten und kann unter den Voraussetzungen der Betriebskostenverordnung umgelegt werden. Für Praxen in eigenen Räumen ist die Reinigung dagegen eine reguläre Betriebsausgabe.

Welche Kosten umgelegt werden dürfen, regelt § 2 BetrKV — Aufstellung der Betriebskosten ↗

Worauf Sie beim Anbieter achten sollten

  • ✓ Erfahrung mit medizinischen oder hygienesensiblen Objekten
  • ✓ Bereitschaft, nach dem Hygieneplan der Praxis zu arbeiten
  • ✓ Klare Angaben zu Mitteln, Verfahren und Desinfektionsschritten
  • ✓ Fester Ansprechpartner und verlässliche, dokumentierte Einsätze
  • ✓ Geschultes, versichertes Personal und geregelte Vertretung bei Urlaub oder Krankheit

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Häufige Fragen

Was ist eine Praxisreinigung?

Die regelmäßige, hygienisch anspruchsvolle Reinigung einer Arzt-, Zahnarzt- oder Therapiepraxis. Dazu gehören Behandlungsräume, Empfang, Wartebereich, Sanitäranlagen und häufig berührte Kontaktflächen — nach dem Hygieneplan der Praxis.

Muss in einer Praxis desinfiziert werden?

Nicht pauschal. Die KRINKO empfiehlt eine desinfizierende Flächenreinigung nur bei konkreter Indikation, etwa bei häufigen Kontaktflächen in Patientennähe. Was im Einzelnen vorgeschrieben ist, legt der Hygieneplan der Praxis fest.

Wie oft muss eine Arztpraxis gereinigt werden?

Das hängt von Nutzung und Patientenzahl ab. Praxen mit vielen Kontakten werden meist täglich oder mehrmals pro Woche gereinigt; selten genutzte Räume seltener. Der Turnus wird nach einer Begehung festgelegt.

Muss der Reinigungsdienst nach dem Hygieneplan arbeiten?

Ja. Der Hygieneplan der Praxis gibt vor, wie gereinigt und bei Bedarf desinfiziert wird. Ein Dienstleister sollte sich daran halten und seine Einsätze nachvollziehbar dokumentieren.

Was kostet eine Praxisreinigung in Dortmund?

Der Preis richtet sich nach Fläche, Zahl der Behandlungsräume, gewünschtem Turnus, Desinfektionsleistungen und Zugangszeiten. Ein belastbares Angebot entsteht nach einer Begehung.

Muss die Reinigung außerhalb der Sprechzeiten stattfinden?

In der Regel ist das sinnvoll, damit der Praxisbetrieb nicht gestört wird. Ob früh morgens, abends oder in Randzeiten gereinigt wird, stimmen Sie im Reinigungsplan ab.

Kann die Reinigung in einer Praxis auf Mieter umgelegt werden?

Bei angemieteten Räumen zählt die Gebäudereinigung zu den Betriebskosten und kann unter den Voraussetzungen der Betriebskostenverordnung umgelegt werden. Das hängt vom Mietvertrag ab.

Offizielle Quellen & weiterführende Informationen

Ergänzend zu unseren Praxiserfahrungen finden Sie hier geprüfte Informationen amtlicher und gemeinnütziger Stellen.

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